ANNE FRANK - TAGEBUCH


„Einmal wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören,
einmal werden wir auch wieder Menschen
und nicht allein Juden sein.“
Anne Frank



Menschen in aller Welt kennen die Tagebücher, die Anne Frank während ihrer mehr als zweijährigen Gefangenschaft im Versteck in einem Amsterdamer Hinterhaus schrieb, bis sie als Fünfzehnjährige von den Nazis deportiert und umgebracht wurde.

1929 wird Anne Frank als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren. Als sie vier Jahre alt ist, flieht sie mit ihrer Familie vor der Judenverfolgung in Deutschland nach Amsterdam.
Nach der Besetzung der Niederlande durch die Nazis wird das Leben für die Juden auch in Amsterdam immer gefährlicher. Schwimmbadbesuche, Eislaufen, öffentliche Parkbänke, Straßenbahnfahren, all das wird der inzwischen 10-jährigen Anne Frank, wie allen Juden in den Niederlanden, verboten.

Annes Vater schreibt immer wieder Einreise- und Asylanträge an die USA. Erfolglos. Als die Nazis ganz offen damit beginnen, Juden aus Amsterdam zu deportieren, versteckt sich die Familie Frank in einem Amsterdamer Hinterhaus.

Hier schreibt die jetzt 13-Jährige ihre Tagebücher, die nach dem Krieg von ihrem Vater veröffentlicht und weltberühmt wurden.
In ihren Aufzeichnungen mischen sich sehr direkte Beobachtungen eines unangepassten Teenagers, der mit vielen Menschen auf engstem Raum zusammenleben muss, mit großen Gedanken über Liebe und Sehnsucht und über die Ohnmacht der Juden gegen den Rassismus und den Massenmord an den Juden, den Hitler-Deutschland vollzieht.

Als der Krieg schon fast zu Ende ist und Anne voller Hoffnung davon schreibt, nach über zwei Jahren endlich das enge Versteck verlassen zu dürfen, werden sie und ihre Familie 1944 verraten und verhaftet.
Anne wird mit einem der letzten Züge deportiert und 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen umgebracht.
Anne Frank ist durch ihre Tagebücher zum Symbol für die vielen Millionen Juden geworden, die dem Holocaust zum Opfer fielen. Ihre Tagebücher fesseln und berühren Generationen von Lesern bis heute und mahnen, das Geschehene nie zu vergessen.

Quelle: Junges Theater Bonn

Freitag, 03. November 2017 um 20.00 Uhr


 

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